Wie schon öfter erklärt, kein allzu großer Nachteil, weil der Corsa nicht die gesamte Batterie nutzt, sondern nur 92% davon. Im Gegensatz dazu gibt es manche Tesla-Modelle, die man wirklich vollständig laden kann. Das da das Ladelimit einen gewissen Sinn ergeben könnte, ist klar.
Die 92% beim Corsa sind ein Kompromiss zwischen möglicher Reichweite und Akkuschonung. Ja, ärgerlich ist es für Kenner und Lade-Selbstbestimmer, das man das Limit nicht ändern kann (ich tippe darauf, das es in die Hardware eingebaut ist). Auf der anderen Seite kann so jeder das Auto fahren, ohne daran denken zu müssen, das der Akku schneller kaputt gehen könnte.
Eine 80%-Ladung beim Corsa 50kWh mit nutzbaren 46kWh wären eine Ladung von 36,8kWh. Dann wären wir bei 73,6% Ladezustand. Dann sollte man sich schon fragen, warum man eigentlich einen 50kWh Akku mit sich rumfährt.
Man sagt ja auch, das dauerndes Schnellladen den Akku schneller altern lässt. Wir laden noch nur immer DC (hier in Italien warten wir noch immer auf den 3-Phasen-Anschluss 🤨), und das Auto ist mit 3 Jahren nun bei 94% SOH angekommen. Stimmt also auch nur bedingt. Übrigens schafft meine Frau es fast nie, nicht voll zu laden 😅
Viel wichtiger als diese 80%-Ladegrenze finde ich, wie man den Akku lädt. Schnellladungen bei durchgekühltem Akku sollte man vermeiden, vor allem bei den nicht-konditionierenden Fahrzeugen (wie der Corsa eines ist). Kaltladen fördert extrem das Lithium-Plating, und das ist nicht regenerierbar wie bei den Blei-Akkus (dort sind es Sulfat-Kristalle, die bei Ladung in gewissem Maß wieder zerstört werden können).
Ebenso ist vollladen am Abend kein Problem, wenn man am nächsten Tag fährt. Heisst also, längere (Tage bis Wochen) Standzeit mit randvollem Akku sollte vermieden werden.